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Seit etwa einem Monat, beschlossen bei der letzten Mitgliedervollversammlung, bin ich Schatzmeister des ROCK YOUR LIFE! Lüneburg e.V. (kurz “RYL”).
Laut Handelsregister gibt es folgende weitere rechtliche Entitäten, die “rock your life” im Namen tragen:
ROCK YOUR LIFE ! Tübingen
ROCK YOUR LIFE! Aachen e.V.
ROCK YOUR LIFE! Alumni e.V. (Sitz in Hamburg)
ROCK YOUR LIFE! Augsburg e.V.
ROCK YOUR LIFE! Berlin e. V.
ROCK YOUR LIFE! Bielefeld e.V.
ROCK YOUR LIFE! Bochum e.V.
ROCK YOUR LIFE! Braunschweig-Wolfsburg e. V.
ROCK YOUR LIFE! Bremen e.V.
ROCK YOUR LIFE! Chemnitz e.V.
ROCK YOUR LIFE! Dresden e.V.
ROCK YOUR LIFE! Duisburg-Essen e.V.
ROCK YOUR LIFE! Düsseldorf e.V.
ROCK YOUR LIFE! Flensburg e. V.
ROCK YOUR LIFE! Frankfurt am Main e.V.
ROCK YOUR LIFE! Freiburg e.V.
ROCK YOUR LIFE! Friedrichshafen e.V.
ROCK YOUR LIFE! Halle e.V.
ROCK YOUR LIFE! Hamburg e.V.
ROCK YOUR LIFE! Heidelberg e.V.
ROCK YOUR LIFE! Hohenheim e.V.
ROCK YOUR LIFE! Karlsruhe e.V.
ROCK YOUR LIFE! Köln e.V.
ROCK YOUR LIFE! Leipzig e.V.
ROCK YOUR LIFE! Lübeck e.V.
ROCK YOUR LIFE! Lüneburg e. V. (da bin ich)
ROCK YOUR LIFE! Mainz e.V.
ROCK YOUR LIFE! Mannheim e.V.
ROCK YOUR LIFE! Marburg
ROCK YOUR LIFE! Metropolregion Nürnberg e.V.
ROCK YOUR LIFE! München e.V.
ROCK YOUR LIFE! Münster e.V.
ROCK YOUR LIFE! Saarbrücken e.V.
ROCK YOUR LIFE! Service UG (haftungsbeschränkt)
ROCK YOUR LIFE! Stuttgart e.V.
ROCK YOUR LIFE! Ulm/Neu-Ulm e.V.
ROCK YOUR LIFE! gemeinnützige GmbH (das ist die “Muttergesellschaft” für RYL)
Gründer & Geschäftsführer: Stefan Schabernak
Geschäftsführer: Marvin Hiltrop
Rock Your Life GmbH (laut LinkedIn aber nicht verbunden mit RYL)
SPARK e. V. (ehemals “ROCK YOUR LIFE! Passau e.V.”)
ROCK YOUR LIFE! adressiert eine meiner Meinung nach sehr unterschätzte soziale Problematik: mangelnde soziale Beweglichkeit bei fehlender Ermutigung.
In allen Kinder, denen manchmal praktisch schon immer eingeredet wurde, dass sie “dumm” wären, schlummert Potenzial.
Das ist nicht nur so dahingesagt. Ich stelle damit die Hypothese auf, dass diese negative institutionelle Beeinflussung (bspw. durch schlechte Noten) auch negative Auswirkungen auf psychologische Grundbedürfnisse wie Liebe, Wertschätzung, ein gutes Selbstbild und Verbundenheit mit dem eigenen Körper hat.
Wie gesagt, manche Menschen sind nicht für den Schreibtisch gemacht.
Menschen, die nicht für den Schreibtisch gemacht sind, sind eigentlich die Norm, nicht die Ausnahme. Nur Generationen an Peitschenhieben von Vertretern der Kirche haben uns dazu gebracht, dass wir eine hauptsächlich sitzende Gesellschaft sind und “lesen, schreiben, rechnen” als primäre zu erlernende Kernkompetenzen ansehen. Die drei sind wichtig, aber bei weitem nicht die einzigen wichtigen. Wenn wir Verbundenheit mit Natur und Erde ernst meinen, muss man damit bewusst von der Geburt an anfangen.
Menschliche Schaffenskraft kann sich in so viel mehr äußern als Bürokratie. “lesen, schreiben, rechnen” sind bürokratische Kernkompetenzen, aber es gibt doch einen ganzen gigantisch schönen Planeten und tiefe innere und geteilte Welten abseits des Papiers und der Bildschirme. Darüber weiß man nicht einfach so bescheid. Das sind Kenntnisse, die man genau so erlernen muss wie alles andere.
Doch wir können die Systeme nicht sofort ändern.
Eine der primären Intentionen von ROCK YOUR LIFE! ist es, dass Student/innen Schüler/innen im Alter von etwa 14-16 Jahren regelmäßig treffen und einfach eine positive, helfende Stimme im Leben im Sinne von “Mentoring” sind.
Ich bin persönlich der Überzeugung: Jede/r Schüler/in hat das Recht auf so einen Mentor. Unser “MVP” (minimum viable prototype) für eine neue Schulform ist nicht direkt ein neues Curriculum. Es ist zunächst einmal die Bereitstellung der Infrastruktur, damit das RYL-Mentoring durch steigende Mitgliederzahlen überhaupt mithalten kann mit der gigantischen Nachfrage nach Bildungsgerechtigkeit.
Ich leugne keineswegs die positiven Effekte, zumindest des heutigen Bildungssystems gegenüber dem Bildungssystem von vor, zum Beispiel, 200 Jahren. Ich bin also absolut weiterhin der Meinung, dass es heute besser ist als jemals zuvor. Aber es geht eben noch besser.
Ohne die Erschaffung des “schreibenden Menschen” (“homo scribens”) durch die Fetischisierung von Symbolen auf Papier (bspw. “Bibel”) hätten wir heute kein Internet, keine ordentliche Medizin, und wir wären immer noch in unendlichen Kleinkriegen mit unseren Nachbarn gefangen. Schreiben hat nichts mit “Gott” zu tun. Das Problem besteht eher, wenn man einen “dritten Geist” (außer Menschen selbst und Natur) im Sinne eines externen Gotts erfindet. Doch nach Jahrtausenden der einerseits patriarchischen Schreckensherrschaft der Kirchen sehen wir heute immer mehr ein Licht am Ende des Tunnels, hin zu einem neuen Verständnis von Spiritualität, das mehr dem vorchristlichen Zustand ähnelt, aber mit den modernen Superkräften des Verstands.
Ich nehme mal das Beispiel der Menschen, die vor Jahrtausenden dort gelebt haben, wo ich heute lebe: in Norddeutschland.
Für eine lange Zeit konnten sie sich verteidigen gegen die Einflüsse des Christentums, doch die christlichen Eroberungskämpfe waren unglaublich effektiv. Die erste Generation wehrt sich vielleicht noch, die Hälfte davon wird totgeschlagen, die zweite Generation lebt noch in konstanter Angst, und für die dritte ist es schließlich normal.
Was die Christen den Menschen entrissen haben ist die Naturverbundenheit.
Ich kann nur wieder “Genesis 1,28” zitieren: “füllet die Erde und macht sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!”
Das ist schon immer die Grundlage des “Kulturauftrags” der Kirche gewesen. Das Christentum sieht den Menschen als Herrscher über die Erde, nicht als Teil der Erde. Und auch wenn wir selbst vielleicht keine Christen mehr sind, müssen wir an die denken, die in diesem Denken noch gefangen sind. Das Christentum ist einer der Hauptgründe für die Umweltzerstörung, da es die Menschen von ihrer Umwelt entfremdet hat.
Anstatt über Flüsse und Seen, Sterne und Boden, Vögel und Wild, Bäume und Pflanzen und all die magischen Rhythmen der Natur zu lernen, lernten die Menschen irgendwelche Geschichten aus Israel. Nichts gegen Israel, ganz im Gegenteil! Die Geschichten kommen eben daher. Aber jeder andere Teil der Welt hat eben auch seine eigenen Geschichten. Die Welt wird bunt durch die Vielheit an Geschichten, nicht indem eine einzelne Geschichte vorgibt, die einzig wichtige zu sein.
Und wer erzählt Geschichten? Menschen! Aber ihnen muss auch jemand zuhören. Vor allem denen, denen sonst nie zugehört wird.
Wir brauchen Menschen nicht einteilen in “Himmel und Hölle”, “schlau und dumm”, “Oberschicht und Unterschicht” usw. Das sind Narrative, die von der Oberschicht (also der typischerweise “schreibenden”, also die institutionellen Fakten verwaltenden Schicht, siehe auch “Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit” von John Searle) erschaffen wurden, um sich durch Worte und Ausdrucksfähigkeit von “den Ungebildeten” abzugrenzen. Nur weil wir keinen Feudalismus mehr haben, heißt das nicht, dass der Wunsch einiger Menschen, sich wie Könige zu fühlen, auch beseitigt wäre. Und das leben sie dann natürlich auch mit allen Mitteln aus, primär mit Befehlen und Formularen.
Selbstverständlich war es über Jahrtausende ganz bewusste Strategie der herrschenden Schicht, dass der Mehrheit der Menschen Zugang zu Bildung verwehrt wird. Auch wenn wir heute “Bildungsgerechtigkeit” vorgeben, sieht die soziale Realität der Menschen anders aus, weil es eben zufällig ist, in welchen Kontext/Umgebung ein Kind geboren wird.
In jedem Menschen schlummert unendliche Schönheit, und diese kommt am besten zur Geltung in Harmonie mit der Erde, ihren Pflanzen und all ihren anderen Kreaturen, nicht wenn man tagtäglich in einem Büro mit all seine Ecken und Kanten arbeiten muss.
Doch das ist nur die langfristige Vision. Alles von Null aufzubauen wäre sinnlos. Also ist es besser, bestehende Strukturen, die “ideologisch” gesehen bereits astrein sind, zu optimieren.
Kopiert von der RYL-Webseite:
Das ROCK YOUR LIFE! Mentoring ist so einfach wie wirkungsvoll. In einem einzigartigen 1-zu-1-Mentoring-Prozess stellen wir Jugendlichen aus benachteiligten Strukturen eine*n Studierende*n als „große Schwester/ großen Bruder“ zur Seite, um sie dabei zu unterstützen, die Herausforderungen von Schule, Alltag und Berufswahl besser zu meistern. Davon profitieren alle: die Mentees, die Mentor*innen und unsere ganze Gesellschaft!
Mein Ziel ist es nun, den Verein wieder zu skalieren. Mehr Mitglieder zu gewinnen.
Ich werde anfangen beim Onboarding. Bereits die Verwaltung der Mitgliedschaft werden muss so einfach werden wie noch nie. Inbox Zero, nicht weil man die eingehenden E-Mails jeden Tag abarbeitet, sondern weil die Plattform so intuitiv gestaltet ist, dass gar keine E-Mails mehr kommen, und die, die kommen, sind entweder qualifizierte persönliche Kontaktanfragen oder sind komplett trivial und können automatisiert beantwortet werden.
Außerdem denke ich, ein ganz wichtiger Teil davon ist, Student/innen klar zu machen: Privilegien machen mehr Spaß, wenn man sie teilt.
Im Dezember sah es für eine gewisse Zeit beim Verein in Lüneburg fast so aus, als würde dieser seine Tätigkeit einstellen und aufgelöst werden müssen.
Einfach weil alle drei bisherigen Vorstandsmitglieder inzwischen studentisch anderweitig beschäftigt sind und daher den Posten abgeben mussten, während der Verein selbst aus nur noch einer Handvoll Mitgliedern bestand, von denen sich niemand für die Position im Vorstand bereit fühlte.
Aber inzwischen geht alles steil bergauf.
Ein neuer Vorstand ist gefunden, ich bin wie gesagt Schatzmeister, und es gibt immer mehr Interessierte.
Mit diesem Post suche ich nun insbesondere an Technologie interessierte Mitglieder der anderen ROCK YOUR LIFE!-Vereine in Deutschland (oder auch alle anderen, die gern daran arbeiten würden), also andere, die auch an Prozessoptimierung interessiert sind, und die die bei der regulären Tätigkeit des Vereins anfallenden Verwaltungsaufgaben aller Art durch eine gemeinsam entwickelte Plattform automatisieren und endnutzerfreundlich gestalten möchten. Oder vielleicht kennt ihr ja jemanden, der einen kennt, und so weiter… :)
Schreibt mir gerne unter julian@hermesloom.org.
Liebe Grüße!

